Chemie-Riese will Kosten einsparen

Ludwigshafen: BASF streicht bis zu 2.000 Jobs bis 2022

Ludwigshafen - Weiterer Stellenabbau bei BASF! Bis 2022 will der Chemie-Konzern rund 2.000 Jobs streichen, um Kosten einzusparen.

  • Schock bei der BASF: Das Chemieunternehmen wird tausende Stellen abbauen.
  • Betroffen sind auch BASF-Mitarbeiter in Ludwigshafen.
  • Hat der Stellenabbau etwas mit der Corona-Krise zu tun?

Update vom 22. September: Die BASF will in der Zentrale bis zu 2.000 Stellen streichen. Der Chemiekonzern wolle die Mitarbeiterzahl der zentralen Dienstleistungseinheit Global Business Services von derzeit weltweit 8.400 bis Ende 2022 reduzieren, teilt der DAX-Konzern am Dienstag in Ludwigshafen mit. Ab 2023 erwarte die BASF durch den Stellen-Abbau jährliche Kosteneinsparungen von über 200 Millionen Euro. So wolle der Konzern effizienter werden.

Ludwigshafen: BASF-Stellenabbau – so viele Jobs fallen weg!

Update vom 29. Juli: Wie der Chemiekonzern am Mittwoch mitteilt, hält er am Plan fest, weitere Stellen im Stammwerk in Ludwigshafen abzubauen.. Ende Juni sind dort noch 34.309 Mitarbeiter beschäftigt. Ein Jahr zuvor waren es fast 1.000 Mitarbeiter mehr. Im ersten und zweiten Quartal hat die BASF etwa je 300 Stellen im Stammwerk abgebaut.

Anfang Mai hat BASF-Chef Martin Brudermüller mitgeteilt, dass die Anzahl der Mitarbeiter im Stammwerk „deutliche niedriger" ausfallen werde als Ende 2019. Der Stellenabbau habe nichts mit der Corona-Pandemie zu tun, sondern mit der schon lang geplanten Straffung in der Organisation. Das berichten die Rheinpfalz.

Ludwigshafen: BASF verzichtet auf betriebsbedingte Kündigungen

„Wenn der Arbeitsmarkt insgesamt zurückgeht, wird das von den Mitarbeitern natürlich vorsichtiger behandelt.“ Das Unternehmen müsse sehen, wie es dem Ziel näher komme. „An der gesamten Zielsetzung hat sich nichts geändert: 6.000 gelten weltweit, und rund die Hälfte davon gilt für Deutschland“, sagte er. 2019 hatte das Unternehmen weltweit bereits 3.100 Jobs abgebaut. BASF verzichte auf betriebsbedingte Kündigungen, sagte Brudermüller.

BASF will 6.000 Stellen streichen , die Hälfte davon in Deutschland. (Symbolfoto)

„Das Unternehmen macht ein Angebot, und der Mitarbeiter nimmt es an oder nicht. Hier haben wir bereits eine große Zahl von Verträgen abgeschlossen.“ Im ersten Halbjahr wurden demnach rund 250 Stellen gestrichen. Pensionierung und Fluktuation seien ebenfalls Instrumente, mit denen der Personalstand gesteuert werden könne. „Deswegen haben wir, auch wie andere Unternehmen, eine sehr restriktive Einstellungspolitik. Eigentlich stellen wir praktisch niemanden ein, außer in gezielten Fällen.“

BASF Ludwigshafen: Zu Spitzenzeiten der Coronakrise waren bis zu 40.000 Mitarbeiter im Homeoffice

Zu den Folgen der Corona-Krise sagte Brudermüller, der Konzern habe zu Spitzenzeiten rund 40.000 Menschen im Homeoffice gehabt. „Wir fahren das langsam zurück und überlegen, wie wir das künftig handhaben wollen.“ Endgültig beschlossen sei nichts. „Aber ich gehe heute davon aus, dass wir ein Hybridmodell haben werden. Wir werden
nicht mehr zu dem zurückkehren, was wir einmal hatten, wir werden aber auch nicht alle virtuell zu Hause am Schreibtisch bleiben.“

BASF verkauft Geschäft an US-Unternehmen – für über 3 Milliarden Euro!

Update vom 23. Dezember: Der Chemie-Riese BASF trennt sich von seiner Bauchemie-Sparte. Das hat das Unternehmen aus Ludwigshafen am Samstag bekannt gegeben. Einen Käufer für die Sparte gibt es auch schon – den US-Finanzinvestor Lone Star, der überwiegend in sanierungsbedürftige Unternehmen investiert. Für die BASF Bauchemie soll der Kaufpreis 3,17 Milliarden Euro betragen! 

Allerdings muss erst noch das Kartellamt dem Verkauf zustimmen, weshalb sich die finale Entscheidung bis ins dritte Quartal 2020 ziehen könnte. Die Sparte hat mehr als 7.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern. Im Jahr 2018 erzielte die BASF mit der Bauchemie einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro. 

Ludwigshafen: BASF-Vorstand wird verkleinert

Update vom 21. Oktober: Wie das Chemie-Unternehmen am Montag mitteilt, wird der Vorstand der BASF zum 1. Januar 2020 von sieben auf sechs Mitglieder verkleinert. Den Stellenabbau im Vorstand hat der Aufsichtsrat der BASF am Montag beschlossen. Hiervon betroffen ist Sanjeev Gandhi, der dem Vorstand seit Dezember 2014 angehört und nach Angaben der BASF „aus eigenem Wunsch“ aus dem Unternehmen ausscheidet. 

Im Juni 2019 hatte die BASF angekündigt, im Zuge einer „organisatorischen Neuausrichtung“ 6.000 Stellen weltweit zu streichen – hauptsächlich Jobs in der Verwaltung. In Deutschland, insbesondere am Hauptsitz Ludwigshafen, sollen 3.000 Mitarbeiter von dem Stellenabbau betroffen sein. 

Ludwigshafen: BASF kündigt großen Stellenabbau an – muss der Chemie-Riese dafür jetzt büßen? 

Update, 9. Juli: Nachdem BASF angekündigt hat, weltweit 6.000 Stellen zu streichen, muss der Chemiekonzern den nächsten Dämpfer mitteilen: Der Aktienkurs sackt rapide ab. Drei Prozent haben die Aktien an Wert verloren. Und auch in die Zukunft blickt die BASF wegen der sich abkühlenden Weltkonjunktur und anhaltender Handelskonflikte pessimistischer entgegen. Der Umsatz werde 2019 im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen, teilt das Unternehmen am Montagabend in Ludwigshafen mit. Bisher war ein Plus von ein bis fünf Prozent angepeilt worden. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie vor Sondereinflüssen wird demnach um bis zu 30 Prozent unter Vorjahresniveau liegen. Bisher war ein Anstieg von bis zu zehn Prozent angepeilt.

Update, 5. Juli: Der größte Teil der 6.000 Mitarbeiter, deren Stellen bei der BASF gestrichen werden sollen, arbeitet im Stammwerk in Ludwigshafen. Wie die ‚Rheinpfalz‘ nun berichtet, soll bei der BASF in Ludwigshafen die Ratlosigkeit groß sein. Demnach sei in Ludwigshafen fast jede dritte Stelle in der BASF-Verwaltung betroffen.

BASF streicht allein 3.000 Stellen in Ludwigshafen

Update vom 27. Juni: Am heutigen Donnerstag macht es die BASF ganz offiziell: Der Chemieriese mit Sitz in Ludwigshafen wird im Zuge einer „organisatorischen Neuausrichtung“ ganze 6.000 Stellen weltweit streichen – in Deutschland, insbesondere am BASF-Standort Ludwigshafen, sollen 3.000 Mitarbeiter betroffen sein! 

Grund dafür sind „größere Kundennähe, stärkere Wettbewerbsfähigkeit und profitableres Wachstum.“ Dabei geht es hauptsächlich um Jobs in der Verwaltung, die bis zum Jahr 2021 abgebaut werden. Durch die Verschlankung erhofft sich die BASF Einsparungen von 300 Millionen Euro, die ab 2021 wiederum einen Ergebnisbeitrag von jährlich 2 Milliarden Euro liefern soll.

BASF erhofft sich mehr Effizienz durch Stellenabbau

Martin Brudermüller, Chef des Chemiekonzerns BASF, hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angekündigt, dass er im laufenden Jahr mit dem Abbau von Stellen rechnet. Er gehe davon aus, dass der Personalstand bei der BASF bis zum Ende des Jahres unter dem Niveau des Vorjahres bleiben wird. 

Während Jobs in der Verwaltung abgebaut werden, sollen gezielt neue BASF-Mitarbeiter für die Produktion und Digitalisierung eingestellt werden. Damit soll das Unternehmen aus Ludwigshafen wieder profitabler gemacht werden. Im Jahr 2018 hat das BASF-Management ein neues Sparprogramm gestartet, mit dem das Unternehmen ab Ende 2021 zwei Milliarden Euro zum operativen Gewinn beisteuern will.

BASF-Chef äußert sich zu Klimaschutz

Dafür werden Kosten in Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung eingespart. Zudem sollen noch Teilbereiche der BASF verkauft werden. Im selben Interview äußert sich Brudermüller auch zum Thema Klimaschutz. 

Er halte es für wichtig, dass man das Problem in den Griff bekomme – egal ob durch neue Gesetze oder Initiativen. Durch das extrem Wetter im letzte Jahr habe die BASF 250 Millionen Euro verloren, weil durch das Niedrigwasser im Rhein bei Ludwigshafen Teile der Produktion gestoppt werden mussten.  

Weitere Artikel über die BASF in Ludwigshafen

Nach einem schweren Unfall im Oktober 2016 sterben auf dem Gelände der BASF fünf Personen. Seitdem läuft ein Prozess gegen einen externen Mitarbeiter, bei dem bald ein Urteil fallen könnte.

Ende Juni gerät das Unternehmen in den Fokus der Öffentlichkeit, da es den Grundstoff für Giftgas produziert haben soll, das der syrische Machthaber Assad im Jahr 2017 gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat. Darüber berichtet die Süddeutsche Zeitung. 

Im Juli wird bekannt, dass mehrere deutsche Unternehmen, darunter auch die BASF, in den letzten Jahren von Hackern ausgespäht wurden – mutmaßlich aus China. Die Cyber-Attacke sei im Jahr 2015 entdeckt und unterbunden worden, teilt die BASF mit.

Aufgrund des Coronavirus haben mehrere Firmen aus der Region ihren Arbeitern in China Richtlinien aufgegeben. Damit wollen unter anderem BASF und SAP ihre Angestellten vor einer Ansteckung schützen. 

Die Chemie-Konzerne BASF und Bayer müssen eine millionenschwere Strafe an einen Pfirsichbauern aus den USA zahlen. Grund dafür ist der Unkrautvernichter Dicamba. 

dpa/dh

Rubriklistenbild: © pa/obs/BASF SE

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare