Die Natur macht´s vor

Tierisch (un)treu!

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Tierisch verliebt: Nur einige wenige Tierarten bleiben für immer zusammen. 

Eben noch war man auf Wolke sieben – plötzlich ist alles aus und vorbei. So läuft es jedoch nicht nur zwischen Mann und Frau, sondern auch im Tierreich. Nur diese wenigen Ausnahmen sind treu: 

Sucht man im Tierreich nach „treuen Seelen“, die über Jahre zu ihrem tierischen Partner stehen, wird man in den meisten Fällen ziemlich enttäuscht. Mit lediglich einem Partner bis zum Lebensende zusammenzubleiben ist in der freien Wildbahn eher ungewöhnlich. 

Die niedlichen Marienkäfer wechseln beispielsweise etwa jeden zweiten Tag ihren Sexualpartner, Löwen verfügen über regelrechte Harems und gerade die dem Menschen so ähnlichen Affen legen es nur in den seltensten Fällen auf exklusive Partnerschaften an. Insgesamt leben mehr als 90 Prozent der Säugetiere polygam. Kein Wunder: Evolutionstechnisch gesehen, stellt die Polygamie sicher, dass viele unterschiedliche Kombinationen des Erbguts entstehen können. Das bedeutet: Es besteht eine höhere Überlebenschance. 

Einige wenige Exemplare haben dagegen die „ewige Liebe“ für sich entdeckt. So zum Beispiel die Höckerschwäne. Haben sie sich einmal verliebt, bleiben sie tatsächlich auch bis zu ihrem Lebensende zusammen. Meist wird der Partner fürs Leben im Alter von etwa zwei Jahren gewählt, dann geht es schnell um die Zukunftsplanung – und selbstredend werden die Kleinen gemeinsam großgezogen. 

Bei den Wölfen sorgen vor allem die Weibchen dafür, dass es „nur den einen gibt“. Wurden sie von einen Wolf begattet, verhalten sie sich anderen Artgenossen gegenüber extrem aggressiv. Höchstens der Auserwählte darf dann noch mal ran. Insbesondere Kojoten gelten als extrem treu. 

Besonders treu sind auch die Korallenfische namens „Chaetodon semilarvatus“. Ihre Liebe geht sogar so weit, dass der deutsche Name für die Fische  „Paar-Maskenfalterfische“ lautet. Und tatsächlich. Die leuchtgelben Fische sind in freier Wildbahn meist nur im Doppelpack zu entdecken. 

Ein ausgesprochen eifersüchtiges Expemplar ist die Rauchschwalbe. Ist das Weibchen erst mal befruchtet, wird es nämlich von ihrem Liebhaber bewacht. Will sie während der Brutzeit das Nest verlassen, kann er auch schon mal lauter werden. 

Besonders bekannt für ihre ausgeprägte Treue sind die Riesenotter. Sie werden etwa zehn Jahre alt – und verbringen diese Zeit vorzugsweise mit ihrem oder ihrer Liebsten. 

mk

Quelle: Mannheim24

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